Friedrich II., bekannt als Friedrich der Große oder „Alter Fritz“, war einer der bedeutendsten Monarchen des 18. Jahrhunderts. Er regierte ab 1740 als König von Preußen und ab 1772 zusätzlich als König von Brandenburg sowie als Kurfürst von Brandenburg ab 1740. Die königliche Linie Friedrichs gehörte der angesehenen Hohenzollern-Dynastie an. Neben seiner politischen und militärischen Bedeutung war Friedrich II. ein großer Förderer der Künste, insbesondere der Musik. Er spielte meisterhaft Flöte und komponierte selbst. Mehr über das Leben des königlichen Flötisten und Komponisten lesen Sie auf berlintrend.eu.
Strenge Erziehung

Friedrich wurde am 24. Januar 1712 im prächtigen Berliner Stadtschloss geboren. Als Sohn von König Friedrich Wilhelm I. und Sophie Dorothea von Hannover war er Teil einer beeindruckenden Familie mit sieben Brüdern und sieben Schwestern. Friedrich war der älteste Sohn, seine Schwester Wilhelmine die älteste Tochter.
Seine Kindheit war von Härte geprägt, denn sein Vater erzog ihn mit Strenge und religiöser Disziplin. Die sogenannten „preußischen Tugenden“ begleiteten Friedrich sein ganzes Leben und machten ihn zu einem herausragenden Feldherrn. Im Gegensatz zu seinem Vater, bekannt als der „Soldatenkönig“, der sich vor allem um den Aufbau einer starken Armee kümmerte, nahm Friedrich aktiv an militärischen Konflikten teil, darunter der Österreichische Erbfolgekrieg (bis 1748) und der Siebenjährige Krieg.
Leidenschaft für die Musik

Trotz seiner militärischen Pflichten galt Friedrichs wahre Leidenschaft der Musik und den Künsten. Direkt nach seinem Regierungsantritt ließ er die Berliner Oper „Unter den Linden“ als Tempel der Musen für die Öffentlichkeit errichten.
Friedrich spielte meisterhaft Querflöte und komponierte mit Unterstützung seines Lehrers Johann Joachim Quantz zahlreiche Stücke. Viele seiner Kompositionen wurden von bekannten Musikern wie Carl Philipp Emanuel Bach und Manfred Friedrich aufgeführt. Auch die Sonaten von Muzio Clementi fanden seine besondere Bewunderung.
Opernlibretto und musikalische Werke

Friedrich schrieb das Libretto für die Oper „Montezuma“, die von Carl Heinrich Graun vertont wurde. Es gibt zudem die Legende, dass Friedrich die „Marcha Real“, die später die spanische Nationalhymne wurde, komponiert habe. Obwohl es keine Beweise dafür gibt, wird ihm auch der Hohenfriedberger Marsch zugeschrieben.
Sein musikalisches Leben war eng mit Persönlichkeiten wie Franz Benda und Johann Gottlieb Graun verbunden. Ein bedeutendes Ereignis war der Besuch von Johann Sebastian Bach am 7. Mai 1747 im Potsdamer Stadtschloss, wo Friedrich das musikalische Thema für Bachs „Musikalisches Opfer“ vorstellte.
Tod und Vermächtnis
Friedrich starb am 17. August 1786 in seinem Lieblingsschloss Sanssouci in einem Sessel sitzend. Entgegen seinem Wunsch wurde er zunächst in der Potsdamer Garnisonkirche beigesetzt. Erst am 17. August 1991 wurde sein Sarg nach Potsdam überführt und auf der Terrasse von Sanssouci beigesetzt.





