Die märchenhafte Geschichte der Berliner Sängerin Helena Goldt

Zu den modernen jungen Sängerinnen Deutschlands, die immer populärer werden, gehört Helena Goldt. Ihr Musikalbum “Gefährlich nah” hat bereits eine große Fangemeinde gefunden. Doch Helena will nicht stehen bleiben – auf ihrem Weg zum musikalischen Olymp wird sie von Freunden und Gleichgesinnten unterstützt. Die Preisträgerin des “ZukunftErbe”-Preises 2021, Stipendiatin des Europäischen Kulturfonds und der Alfred-Toepfer-Stiftung FVS in Hamburg, hat es dank ihres Talents und ihrer Beharrlichkeit geschafft, in der Musikwelt Fuß zu fassen. Mehr auf berlintrend.eu.

Kindheitsschritte zur Verwirklichung eines Traums

Helena wurde 1985 in Dschambul im Süden Kasachstans in eine russlanddeutsche Familie von Johann und Walentina Kolb geboren. Ihre Großeltern waren Wolhynien- und Schwarzmeerdeutsche, die 1941 in den Ural deportiert wurden. Geschichten über diese Ereignisse hörte sie oft in ihrer Kindheit. Später erinnerte sich die Sängerin, dass ihre Eltern in Kasachstan, wo Menschen verschiedener Nationalitäten friedlich zusammenlebten, nie ihre Wurzeln vergaßen.

Mit sechs Jahren zog die Familie nach Grünsfeld in Baden-Württemberg. Ihr Vater arbeitete als Gabelstaplerfahrer. Helena besuchte die Schule, fand neue Freunde, und die Familie wurde herzlich aufgenommen. Dort wurde sie nach dem katholischen Glauben ihres Vaters getauft, während ihre Mutter dem evangelisch-lutherischen Glauben folgte. In der Kirche sang Helena im Chor und später auch im Schulchor, wo man ihr außergewöhnliches Talent bemerkte.

Die ersten künstlerischen Schritte

Schon früh hatte Helena große Träume. Ihr Idol war Maria Callas, und sie wollte ihr nacheifern. Nach dem Schulabschluss verschickte sie eigene Musikaufnahmen an Musikhochschulen in Stuttgart, München und Augsburg. Sie entschied sich für Augsburg und begann 2005 ihr Studium an der Hochschule für Musik Augsburg-Nürnberg, das sie 2011 erfolgreich abschloss.

Nach dem Abschluss zog sie nach Berlin, um ihren Platz in der Musikwelt zu finden. Ab 2012 nahm sie an unabhängigen Musiktheaterproduktionen und sozialpolitischen Konzerten teil, darunter beim Brechtfestival Augsburg, in der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und in der Berliner Philharmonie.

Die ersten Erfolge

2015 wurde Helena Stipendiatin der Alfred-Toepfer-Stiftung. 2019 und 2020 arbeitete sie mit dem Schauspieler Sebastian Koch und der Sängerin Tamara Gverdtsiteli in der internationalen Inszenierung “Nacht” zusammen. Ihre musikalische Richtung umfasst klassische Crossover-Stücke, Schlager der 1920er Jahre, Hits aus der Weimarer Zeit und moderne Chansons.

Ihr Stil, den sie selbst als “Modern Archaic Voice” bezeichnet, kombiniert Lieder aus dem frühen 20. Jahrhundert mit zeitgenössischer Leidenschaft. Kritiker loben ihre Neuinterpretationen dieser Klassiker, die das Publikum in Nostalgie und neue Emotionen tauchen.

Der Weg zur Anerkennung

Helenas Zielgruppe sind vor allem russlanddeutsche Zuhörer ab 30 Jahren. Ihre Konzerte umfassen sowjetdeutsche Lieder und sowjetische Klassiker wie die Songs von Anna German. Sie tritt mit bekannten Pianisten und Orchestern auf, darunter das Capital Dance Orchestra. 2021 wurde sie mit dem “Future Heritage Prize” ausgezeichnet.

Das Album „Gefährlich nah“

2023 veröffentlichte Helena das Album “Gefährlich nah”, das sie in Berlin und Rom aufnahm. Es umfasst eigene Kompositionen sowie Klassiker wie “Echo der Liebe” von Anna German. Kritiker lobten die tiefgründigen Texte und emotionalen Melodien, die sowohl zum Tanzen als auch zum Nachdenken anregen.

Gesellschaftliches Engagement

Neben ihrer Musikkarriere engagiert sich Helena in Organisationen wie der Landsmannschaft der Russlanddeutschen und der Internationalen Union der Deutschen Kultur. Sie nimmt an kulturellen und politischen Treffen teil, um die Geschichte der Russlanddeutschen zu erzählen und Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.

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