Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy war ein deutscher Komponist, Pianist, Organist und Dirigent der Frühromantik. Mendelssohns Werke umfassen Sinfonien, Konzerte, Klaviermusik, Orgelmusik und Kammermusik. Sein bekanntestes Werk ist der Hochzeitsmarsch. Mendelssohn hatte früh Erfolg in Deutschland und erweckte das Interesse an der Musik von Johann Sebastian Bach neu, insbesondere durch die Aufführung der Matthäuspassion im Jahr 1829. Während seiner Europareisen wurde er als Komponist, Dirigent und Solist hoch geschätzt. Seine zehn Besuche in Großbritannien, bei denen viele seiner Hauptwerke uraufgeführt wurden, waren ein zentraler Bestandteil seiner Karriere. Mehr über das Leben und Schaffen dieses herausragenden Komponisten erfahren Sie auf berlintrend.eu.
Kindheit in Berlin

Felix Mendelssohn wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren und war das zweite von vier Kindern. Seine ältere Schwester Fanny zeigte ebenfalls früh außergewöhnliches musikalisches Talent. Die Familie zog 1811 nach Berlin, wo Abraham und Lea Mendelssohn ihren Kindern – Fanny, Felix, Paul und Rebecka – die bestmögliche Ausbildung bieten wollten. Fanny wurde eine bekannte Pianistin in den Berliner Musikkreisen und blieb als Komponistin aktiv, jedoch ohne professionellen Anspruch.
Felix wuchs in einem intellektuellen Umfeld auf. Zu den regelmäßigen Gästen im Salon seiner Eltern in Berlin gehörten Künstler, Musiker und Wissenschaftler wie Wilhelm und Alexander von Humboldt sowie der Mathematiker Peter Gustav Lejeune Dirichlet.
Mendelssohn begann im Alter von sechs Jahren mit Klavierunterricht bei seiner Mutter und wurde später in Paris von Marie Bigot unterrichtet. In Berlin erhielten alle vier Mendelssohn-Kinder Klavierunterricht bei Ludwig Berger.
Begegnung mit Goethe

1821 stellte Carl Friedrich Zelter Mendelssohn seinem Freund Johann Wolfgang von Goethe vor, der damals bereits über siebzig Jahre alt war. Der junge Felix beeindruckte den Dichter zutiefst.
Mendelssohn wurde mehrfach eingeladen, Goethe zu besuchen, und vertonte einige seiner Gedichte. Zu den Kompositionen, die von Goethe inspiriert wurden, gehören die Ouvertüren Meeresstille und glückliche Fahrt sowie die Kantate Die erste Walpurgisnacht.
1829 organisierte Mendelssohn mit Unterstützung von Zelter und Schauspieler Eduard Devrient eine Aufführung der Matthäuspassion von Bach in Berlin. Dies war eine der ersten Aufführungen des Werkes seit Bachs Tod und ein zentraler Moment in der Wiederentdeckung seiner Musik. Der Erfolg brachte Mendelssohn bereits mit 20 Jahren große Anerkennung.
Reisen durch Europa

In den folgenden Jahren reiste Mendelssohn viel. Sein erster Besuch in England fand 1829 statt. Zu den weiteren Stationen seiner Reisen in den 1830er Jahren gehörten Wien, Florenz, Mailand, Rom und Neapel. Diese Jahre waren die Geburtszeit einiger seiner bekanntesten Werke, darunter die Hebriden-Ouvertüre sowie die Schottische und die Italienische Sinfonie.
Mendelssohn war auch als Tastenvirtuose bekannt und spielte sowohl Klavier als auch Orgel. In seinen Konzerten führte er Werke von deutschen Komponisten wie Carl Maria von Weber, Beethoven und Bach auf, dessen Orgelmusik er wieder populär machte.
Am 28. März 1837 heiratete Mendelssohn Cécile Charlotte Sophie Jeanrenaud, die Tochter eines Pfarrers. Das Paar hatte fünf Kinder.





